Mit No Splendor startete 2020 eine Konzertreihe, die nicht nur eine alternative Form musikalischer Unterhaltung bietet, sondern auch den offenen Austausch im musikalischen und kreativen Bereich fördern soll. Ganz schlicht – der Name ist Programm- in intimer Atmosphäre, kommunikativ und explizit publikumszugewandt. Das Konzept ist simpel. Zwei LiedermacherInnen treffen sich in Erstbegegnung um ihre Songs gegenseitig zu interpretieren, als Duoversionen umzuarrangieren und auch um gemeinsam neue Lieder zu schreiben. Die Initiatorin des Projektes, Anne Munka, ist hierbei als Musikerin gleichzeitig immer eine Hälfte des Duos.
Während des Konzertes tauschen sich die MusikerInnen über Arbeits- und Schreibprozesse aus und auch das Publikum kann Fragen stellen, Kommentare abgeben und Wünsche äußern – Wovon handelt der Text? Was hat dich zu diesem Lied inspiriert? Verändert sich der Song, wenn er von jemand anderem gesungen wird? Wie lange braucht es von der Idee zum Lied? Die Reihe ist ein städteübergreifendes Projekt, welches ungefähr vierteljährlich in Dresden, Görlitz und Leipzig stattfinden wird.




Im Oktober war der Musiker Jonas Wolter mit von der Partie. Als Teil der bekannten Leipziger Indie-Band „Wooden Peak“ ist er seit über 10 Jahren national und international auf Tour und kann auf mehrere Veröffentlichungen zurückblicken. Wolter verfolgt als Songwriter eine außergewöhnliche Schreibweise. Vom Moment zum Geräusch zum Ton zum Lied besteht das Ausgangsmaterial für seine Lieder oft aus Field Recordings. Er ist als professioneller Musiker außerdem als Komponist und Sounddesigner für Funk, Bild und Bühne (Arte, SWR, Volkstheater Rostock, Parkaue Berlin) tätig und beschäftigt sich musikalisch auch mit der Kunstform Klanginstallation (Sonderausstellung “Klangimpulse” Industriemuseum Knappenrode, Eröffnung 2020).



Im Juli 2020 war als erster Gast der Reihe die Saxophonistin, Klarinettistin, Sängerin und Songwriterin Wencke Wollny von „Karl die Große“ mit von der Partie. Ihre Lieder und Texte sind weit entfernt von Einheitsbrei und Befindlichkeit. Wollny legt Wert auf gesellschaftliche Relevanz und ein breites Spektrum von Themen. In ihren Texten wagt sie poetische, persönliche Perspektiven genauso, wie den sozialen Blick über den Tellerrand.

No Splendor